World Archery Para Championships in Gwangju
20.10.2025 sk/lw
Vom 22. bis 28. September fanden in Gwangju (Südkorea) die World Archery Para Championships statt.
Sebastian Kollarek, Mitglied der Bogenschützen Feucht und des BVS-Landeskaders unter Leitung von Landestrainer Klaus Schwarz, nahm als erster Athlet aus der Bundesrepublik in der Klasse VI 2/3 (Visual Impaired) an den Championships teil.
Nach der Qualifikationsrunde im Gwangju International Archery Center belegte er
den 6. Platz. Im Viertelfinale konnte er sich weitere wichtige Punkte sichern, bevor er sich seinem Kontrahenten und späteren Bronzemedaillengewinner geschlagen geben musste. In der Gesamtwertung belegte der 22-Jährige damit den 5. Platz und liegt im WA World Ranking in der Klasse VI 2/3 derzeit ebenfalls auf Platz 5.

Sebastian: „Es war ein herausragendes Erlebnis für mich als Athlet im Land des Bogensports zu Gast sein zu dürfen. Zusammen mit den besten VI-Schützen der Welt an der Schießlinie zu stehen war großartig.
Neben den eigentlichen Wettkämpfen gab es für mich zum einen Rahmenbedingungen wie Zeitverschiebung und klimatische Gegebenheiten von Regen bis Sonne bei Temperaturen von 23 bis über 32 °C und einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 90 % zu bewältigen.
Zum anderen war es sehr schön bekannte Athleten aus der VI-Community wieder zu treffen und viele neue kennen zu lernen.“
🏹 European Para Archery Cup – Leg II in Nove Město
31.08.2025 lw/ks

Vom 23. bis 30. August 2025 fand im tschechischen Nove Město nad Metují der zweite European Para Archery Cup der Saison statt – mit dabei: zwei Starter aus Feucht, begleitet und gecoacht von Vereinstrainer Klaus Schwarz.
Das Feuchter Trio auf internationaler Bühne
Die Wahlfeuchter Philip Sauren und Jule Lammers hatten bereits im Frühsommer beim ersten Europacup in Rom internationale Erfahrung gesammelt. Nun sollte sich zum Saisonabschluss zeigen, ob sich die intensive Trainingsarbeit der letzten Monate auszahlt.
🎯 Philip Sauren – Recurve Men Open
Philip startete in der Klasse Recurve Men Open, fand jedoch schwer in den Wettkampf. Mit Rang 16 am Ende der Qualifikation sicherte er sich gerade noch das Ticket fürs Achtelfinale – und traf dort direkt auf den Erstplatzierten der Vorrunde, den Inder HARINDER Singh.
Im ersten Satz wuchs Philip über sich hinaus: Mit 10–10–8 erzielte er starke 28 Ringe auf 70 Meter Entfernung. Doch auch Singh konterte mit 28 Ringen – die Satzpunkte wurden geteilt. Leider blieb dies der einzige Punkt für Philip, der das Match mit 7:1 verlor und das Turnier auf einem respektablen geteilten 9. Platz beendete.
🥇 Jule Lammers – Erfolgreich bis ins kleine Finale
Jule Lammers zeigte eine beeindruckende Leistung:
- Gegen Michaela Novakova (Slowenien) dominierte sie klar und gewann mit 6:2.
- Auch gegen Melena Olszewska (Polen) setzte sie sich mit 7:2 durch.
Im Halbfinale traf Jule auf die Nummer 1 der Para-Weltrangliste, Ziva Lavrinc (Slowenien). Trotz kämpferischer Leistung musste sie sich mit 1:7 geschlagen geben.
Im kleinen Finale um Platz 3 trat Jule gegen Veronica Florentino (Italien) an – vor großem Publikum und Liveübertragung. Nach einem ausgeglichenen Start zog die Italienerin davon und sicherte sich Bronze. Für Jule blieb ein starker 4. Platz – und voraussichtlich ein Sprung nach vorne in der Weltrangliste, wo sie aktuell auf Rang 35 geführt wird.
🥉 Bronze für das deutsche Damenteam
Gemeinsam mit Bundeskaderschützin Flora Kliem aus Göttingen bildete Jule das deutsche Damenteam. Nach einer knappen Halbfinalniederlage gegen die späteren Silbermedaillengewinnerinnen aus Indien freuten sich die beiden über Bronze und strahlten bei der Award-Zeremonie um die Wette. Der Mannschaftstitel ging souverän an Italien.
🔜 Ausblick: Technikarbeit & EM-Qualifikation
In der kommenden Wintersaison steht für Jule und Philip viel Techniktraining an. Ziel ist die Qualifikation zur Europameisterschaft in Rom, die Ende April 2026 ausgetragen wird. Die Feuchter Bogenhalle wird dabei wieder zum Zentrum intensiver Vorbereitung.
👋 Interesse am Para-Bogensport?
Wer Jule und Philip einmal persönlich kennenlernen oder beim Training erleben möchte, ist herzlich eingeladen, Kontakt über unsere Homepage aufzunehmen und ein Training der Paraabteilung Bayerns zu besuchen – Leistungsstützpunkt: Feucht.
Bayerische Meisterschaft Para Bogenschießen in Feucht
29.01.2025 ks
Vergangenes Wochenende war der Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V. (BVS) zu Gast bei den Bogenschützen Feucht, um die 37. Bayerischen Para Bogenmeisterschaften auszurichten.
Während viele Sportarten Rückgänge verzeichnen, boomt der Para Bereich. Mit einer Rekordteilnehmerzahl und vielen neuen Gesichtern startete das neue Jahr im Bogenschießen.
Die Feuchter Bogenschützen bereiteten ein perfektes Wettkampffeld vor und sorgten mit einem üppigen Mittagstisch sowie Kaffee und Kuchen für eine harmonische Veranstaltung. Ein erhöhter, rückwärtiger Zuschauerbereich ermöglichte Mitgereisten, Betreuern und Zuschauern, das Schießgeschehen aus nächster Nähe zu verfolgen. Wer es gemütlicher wollte, konnte sich in die Lounge hinter einer 8 Meter breiten Glaswand zurückziehen und das komplette Schießfeld bei einer Tasse Kaffee und Kuchen beobachten.
Ergebnisse:
- Junioren Compoundklasse: Tim Kellner (BSV Erlangen) gewann mit 458 Ringen.
- Schüler: Abdullah Vural (SV Edelweiß Neuendettelsau) siegte mit 404 Ringen.
- Sehbehinderte: Sebastian Kollarek (Bogenschützen Feucht) erreichte mit 345 Ringen den ersten Platz.
- Schützenklasse Open: Philip Sauren dominierte aus dem Rollstuhl heraus mit einer persönlichen Meisterschaftsbestleistung von 527 Ringen, gefolgt von Paul Rothenbucher (SG Waldbrunn). Beide Schützen sind im Bayerischen Landeskader und trainieren am BVS-Stützpunkt in Feucht.
- Senioren A: Gerhard Endres (BS Oberdürrbach) wurde Bayerischer Meister mit 522 Ringen, vor Arnold Schneider (Feucht).
- Senioren B: Werner Koch (Neustadt/Aisch) gewann vor Helmut Winter und Jürgen Puschmann-Frenken (beide Feucht).
Mannschaftswertung:
- SG Waldbrunn setzte sich mit 1465 Ringen vor Oberdürrbach und den Bogenschützen Feucht durch.
Besondere Ehrung:
Vor der Siegerehrung gab es eine besondere Ehrung: Inge Enzmann, die Kadergründerin, übergab nach 30 Jahren als Cheftrainerin im BVS-Bogenkader Bayern das Zepter an ihren bisherigen Stellvertreter Klaus Schwarz. Enzmann hat in den vergangenen 30 Jahren ihr Wissen und ihre Erfahrung an die Bogenschützen im BVS weitergegeben. Die große Leidenschaft der Olympia-Medaillengewinnerin von Seoul 1988 galt stets den Kleinsten, der Zukunft des Sports.
European Para Archery Cup Leg 1
Erfolgreiches Debüt der Feuchter Para-Schützen auf internationaler Bühne
Rom – Der erste europäische Para-Bogen-Cup 2025 in Rom bot eine beeindruckende Premiere für die Feuchter Para-Bogenschützen. Mit Teilnehmern aus 29 Ländern und 121 Athleten war das Turnier hochkarätig besetzt. Deutschland ging mit drei Startern ins Rennen: Philip Sauren und Jule Lammers, die in Feucht von Klaus Schwarz trainiert werden. Während Sauren für Feucht antritt, startet Lammers für ihren Heimatverein BC Werlte. Doch bei internationalen Veranstaltungen treten die Vereinszugehörigkeiten in den Hintergrund – alle kämpften gemeinsam für Deutschland. Die dritte im Team war Bundeskaderschützin Flora Kliem, die bereits 2024 bei den Paralympischen Spielen in Paris an den Start ging und mit Abstand die erfahrenste im deutschen Aufgebot war.
Starke Konkurrenz und dramatische Entscheidungen
Die Wettkämpfe begannen mit der Qualifikationsrunde, in der Sauren mit 505 Ringen Platz 29 belegte. Spannender verlief das Turnier bei den Damen: Jule Lammers und Flora Kliem lieferten sich ein packendes Duell, das Kliem hauchdünn mit 526 Ringen vor Lammers mit 525 Ringen für sich entschied.
Im K.-o.-System der Finalrunde musste sich Sauren gegen den starken Polen Lukasz Ciszek klar geschlagen geben. Auch im Mixed-Wettbewerb mit Kliem war das deutsche Team gegen die späteren Silbermedaillengewinner aus Indien chancenlos.
Dramatik pur im Damen-Einzel und Finale
Das Damen-Einzel hielt eine unerwartete Begegnung bereit: Kliem und Lammers traten gegeneinander an. Trotz ihrer engen Freundschaft ließ Lammers keine Zweifel aufkommen und gewann souverän mit 6:0. In der nächsten Runde traf sie auf die Inderin Pooja, die das Match erst im letzten Pfeil mit 6:4 für sich entschied.
Am Samstag fanden die Finals im imposanten Stadio Olimpico statt. Vor rund 400 Zuschauern traten die deutschen Damen gegen Gastgeber Italien an. Nach einem starken Start und dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 2:2 mussten sich Lammers und Kliem am Ende jedoch den Italienerinnen geschlagen geben. Die Silbermedaille wurde später im Hotel gebührend gefeiert.
Ausblick auf kommende Herausforderungen
Nach diesem gelungenen internationalen Auftritt bereiten sich die Feuchter Schützen auf die nächsten Wettkämpfe vor: Lammers reist Ende Juli zu den European Para Youth Games in die Türkei, während das Römische Quartett im September in Tschechien antritt. Interessierte können das Team beim Training auf dem Sportgelände der Bogenschützen Feucht live erleben.
Ein gelungener Auftakt für die Feuchter Athleten – jetzt heißt es weiter hart arbeiten, um beim nächsten Mal erneut für Furore zu sorgen.
